Dr. Gudrun Braune – wird neue Kreisheimatpflegerin des Weimarer Landes

Der langjährige Kreisheimatpfleger Karl Moszner und seine Nachfolgerin Dr. Gudrun Braune rahmen hier Landrat Münchberg ein. Foto: Klaus Jäger

Heimatpfleger Karl Moszner geht mit 85 in den Ruhestand

Ob das Bild von der Übergabe eines Staffelstabes wirklich noch auf einen 85-Jährigen zutrifft, mag dahingestellt bleiben. Landrat Hans-Helmut Münchberg bemühte dieses jedenfalls, als er am Montag den Kreisheimatpfleger des Weimarer Landes, Karl Moszner, offiziell aus seinem Amt verabschiedete.

Apolda: Bei Kaffee und Plätzchen würdigte Münchberg erneut die Verdienste Moszners, der seit der Wende als Kreisheimatpfleger wirkte. Dabei beeindrucken allein schon die Zahlen: Über 100 Ortschronisten-Schulungen sowie Exkursionen nach Magdala, Mellingen, Hohenfelden, Leutenthal, Apolda, Jena, Weimar, Erfurt und Bad Berka wurden durch ihn angeleitet und beraten. Auch bei der Herausgabe von eigenen Publikationen erfuhr der Landkreis durch Karl Moszner Unterstützung.

Münchberg hob dabei zur Verabschiedung die 19 Hefte der “Weimarer Heimat”, die 10 Ausgaben des “Heimatkalenders” sowie die Broschüren “Heimatpflege einst und heute”, “Ortsgeschichte/Ortschronik”, “Vom armen Dorfschulmeisterlein” und “Unsere Heimat, Verpflichtung und Aufgabe” hervor. Moszners Wirken wurde untere anderem mit dem Thüringer Verdienstorden gewürdigt. Zum Abschied bot Münchberg dem Senioren die weitere Nutzung von Fahrdienst und Schreibdienst der Kreisverwaltung an und bat um dessen beratende Begleitung auch in der Zukunft. Neue Kreisheimatpflegerin ab dem 1. Januar des nächsten Jahres wird Dr. Gudrun Braune aus Großschwabhausen. Sie ist in der volkskundlichen Beratungs- und Dokumentationsstelle für Thüringen tätig und den Heimatfreunden im Weimarer Land keine Unbekannte mehr. Mit mehreren Vorträgen hat sie sich bereits bei Ortschronisten-Schulungen und Kreisheimattagen eingebracht. Ansprechpartnerin in Sachen Kreisheimatpflege wird in der Kreisverwaltung Weimarer Land die bisherige Musikreferentin, nun Referentin für Musik und Heimatpflege, Viola-Bianka Kießling. Bei ihr werden künftig alle Daten erfasst, werden Ortschronisten-Schulungen, Kreisheimattag und Heimatpreis organisiert und vorbereitet.

Klaus Jäger / 06.12.11 / TA
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