Ein gelungener Auftakt

Offiziell vollzog sich die Fusion der Gemeinden Großschwabhausen und Kleinschwabhausen recht lautlos durch die einzelnen Verwaltungsinstanzen und trat am 1. Januar 2026 in Kraft. Die Bürgermeister der beiden Orte, Sabine Gottschalg und Steffen Voigt, wollten mit diesem Zusammenschluss ihre Gemeinden voranbringen und dieses Ziel sollte auch öffentlich wahrgenommen werden. Deshalb luden sie am Sonntag, dem 25. Januar 2026, zur feierlichen Vertragsunterzeichnung in den Gemeindesaal in Großschwabhausen ein. 

Der Einladung folgten neben ortsansässigen Unternehmern auch Vertreter der Landesregierung, des Kreises und der Verwaltungsgemeinschaft sowie eine Vielzahl von Bürgerinnen und Bürgern beider Gemeinden. So sprachen Herr Voigt und Frau Gottschalg vor einem bis in die letzten Reihen gefüllten Gemeindesaal.

Herr Voigt skizzierte in seiner Rede den Verlauf der Fusion, beginnend bei der ersten Idee, über erste gemeinsame Gespräche der Gemeinderäte, das Wirken der Arbeitsgruppe zur Erarbeitung des Fusionsvertrages, den notwendigen Beschlüssen der Gemeinderäte, gemeinsame Gemeinderatssitzungen, die bereits seit Sommer 2025 stattfanden, bis hin zur rechtlichen Gemeindefusion mit Wirkung zum 01. Januar 2026. Er dankte allen Beteiligten für ihre kompetente und freundschaftliche Zusammenarbeit. In seiner Rede wurde zudem deutlich, dass beide Orte früher wie heute viel gemeinsam haben. Diesen wichtigen Fakt griff auch Frau Gottschalg in ihrer Rede auf. Mit der ihr eigenen frischen Art bedankte sie sich bei der Feuerwehr, der Jugend, den Junggebliebenen und den älteren Bürgerinnen und Bürgern beider Orte, die bereits früher wie in aktuellen Zeiten zeigten, wie freundschaftliches Zusammenwirken über die Gemeindegrenzen hinaus funktioniert. So besuchte und besucht man sich innerhalb des Jahres gegenseitig gern zu wichtigen Festen, wie der Kirmes, treibt im SV Fortuna Großschwabhausen mehrmals unter der Woche gemeinsam Sport und es wird zwischen beiden Orten gemeinsam getroffen, geplant und gefeiert. 

Als Symbol der Zusammengehörigkeit wird die Linde sich zukünftig in beiden Ortszentren jeweils eingearbeitet in eine massive Bank wiederfinden. Diese Bänke sollen als Orte des Verweilens, des Gedenkens, des Austausches dienen – und den ein oder anderen gemeinsamen Gedanken an die Zukunft inspirieren. Hier gilt ein Dank an die ortsansässige Holzskulpturenherstellerin Ina Lange, die mit ihrem Gefühl für Holz die vollzogene Gemeindefusion künstlerisch in Szene setzte. 

Damit alle Anliegen auch für die kommenden Generationen gesichert sind, wurden die wesentlichen Aspekte, die beiden Orten für ihren zukünftigen gemeinsamen Weg wichtig sind, in einem Fusionsvertrag niedergeschrieben. Die Gemeinderäte der beiden Orte Kleinschwabhausen und Großschwabhausen beschreiben den Zusammenschluss darin als eine Begegnung auf Augenhöhe mit Zustimmung der Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger für ein zukunftsorientiertes gemeinsames Handeln. Als ein zentrales Element ist die Eigenständigkeit beider bestehenden Feuerwehren, die unter einem gemeinsamen Gemeindebrandmeister und mit zwei Wehrleitern tätig werden, zu nennen. 

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Vereinbarung zu einem Ortsbudget, über dessen Verwendung der Ortsteilrat selbst entscheiden kann. Der Erhalt des Spielplatzes, die Weiterführung des gemeinsamen Bauhofes mit Standort Kleinschwabhausen und noch viele weitere wichtige Details wurden ebenfalls im Vertrag verankert. Den Bürgermeistern und Gemeinderäten war es wichtig, dass die Einwohnerinnen und Einwohner von Kleinschwabhausen und ihre Vertreter ihre Eigenverantwortung und ihr Engagement in Bezug auf ihr Gemeindeleben und die Gestaltung ihrer Umgebung beibehalten und sich weiterhin aktiv einbringen und die Gemeindeverwaltung ihnen erfüllend und unterstützend zur Seite steht. 

Den Lindenbaum und den Fakt, dass wir eine nun 1300 Einwohnerinnen und Einwohner starke Gemeinde, bestehend aus den Orten Großschwabhausen, Hohlstedt, Kötschau und Kleinschwabhausen sind, nahmen die Chöre und die Garagenmusikanten gekonnt in die festliche Gestaltung der Veranstaltung mit auf. Wir hörten harmonische Gesänge des Männerchors Großschwabhausen und des gemischten Chors Kleinschwabhausen sowie als Symbol des Zusammenschlusses einen gemeinsamen Gesang beider Chöre. Die Garagenmusikanten brachten in gewohnt gekonnter Weise Titel wie „Mut und Herz“ oder das „Thüringenlied“ zu Gehör.

Bei anschließender Thüringer Bratwurst und Fassbier, ausgeschenkt durch die Kirmesjugend beider Orte, fanden sich die Anwesenden zu einem gemütlichen Ausklang der Festveranstaltung zusammen. 

Ein Dank gilt allen Gästen und Mitwirkenden, die zum Gelingen des Festaktes beigetragen haben, sei es durch die Programmgestaltung, die technische Unterstützung, die Moderation oder die Verpflegung.  Allein durch euer Zusammenwirken war der beschriebene würdevolle Festakt möglich. 

Fotos: Peter Kuhles

Gina Lösch

1.Beigeordnete

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